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Dias digitalisieren mit Handy oder Diascanner

Viele Familien haben noch eine Kiste Dias, aber keinen Projektor mehr. Wir erklären, wie du sie mit dem Handy oder einem Diascanner digitalisierst und was du mit dem Datum und den Notizen auf dem Rähmchen machst.

Illustration eines Dias in einem weißen Rähmchen auf einem leuchtenden Bildschirm, daneben dasselbe Foto in einer Fotokarte mit der Jahreszahl 1978

Symbolbild · ein Dia auf einer Lichtquelle und dasselbe Foto wieder in der Bibliothek bei 1978

In vielen Familien steht noch irgendwo eine Kiste mit Dias: ein paar Magazine für den Projektor, lose Schachteln vom Fotolabor, manchmal Hunderte Urlaubsbilder aus den Sechziger- und Siebzigerjahren. Der Projektor ist meist schon weg, also schaut sie niemand mehr an. Mit einem Handy und einer Lichtquelle machst du daraus an ein paar Abenden digitale Fotos, und für große Sammlungen gibt es den Diascanner.

Warum ein Dia anders ist als ein Abzug

Einen Abzug betrachtest du im Licht, das im Raum auf ihn fällt. Ein Dia ist ein Stück Film, beim üblichen Kleinbilddia 24 mal 36 Millimeter in einem Rähmchen von fünf mal fünf Zentimetern, und das Bild erscheint erst, wenn Licht hindurchfällt. Legst du ein Dia auf den Tisch und fotografierst es, siehst du vor allem ein kleines dunkles Viereck. Du brauchst also Licht von hinten. Und weil das Bild so klein ist, zeigt die digitale Fassung jedes Staubkorn und jeden Fingerabdruck.

Handy, Diascanner oder Dienstleister

Mit Handy und Lichtquelle legst du am schnellsten los, ohne etwas anzuschaffen. Das Ergebnis reicht, um die Bilder am Bildschirm anzusehen und mit der Familie zu teilen. Hast du Tausende Dias, lohnt sich ein Blick auf einen Diascanner. Das ist ein eigenes Gerät, in das du die Dias einzeln einschiebst, sodass jedes Dia im gleichen Abstand und mit dem gleichen Licht aufgenommen wird. Das spart Ausrichten und Zuschneiden. Ein Flachbettscanner mit Durchlichteinheit für Dias und Negative geht auch.

Du kannst Dias auch von einer Firma digitalisieren lassen, die pro Stück abrechnet. Dann verlassen die Originale allerdings das Haus. Zähl sie vorher, notiere, welche Kiste oder welches Magazin was enthält, und behalte die Dias, die dir am meisten bedeuten, zurück, bis die erste Lieferung gut zurückgekommen ist.

So geht es mit dem Handy

  • Nimm ein Tablet oder einen Laptop als Leuchtpult: Zeig ein ganz weißes Bild auf dem Bildschirm und dreh die Helligkeit ganz auf. Ein echtes Leuchtpult geht auch.
  • Leg ein Blatt weißes Druckerpapier oder Backpapier zwischen Bildschirm und Dia. Ohne das Blatt siehst du die Pixel des Bildschirms als feines Raster im Foto.
  • Arbeite in einem dunklen Raum und deck das Licht rund um das Dia ab, zum Beispiel mit einem Stück Karton mit einem Ausschnitt in der Größe des Rähmchens. Licht, das am Dia vorbei in die Kamera fällt, macht das Bild flau.
  • Puste Staub mit einem Blasebalg weg. Wisch nicht mit einem Tuch über den Film und fass das Dia nur am Rähmchen an.
  • Prüf, ob Schrift im Bild richtig herum zu lesen ist. Steht ein Straßenschild oder ein Ladenname in Spiegelschrift, dreh das Dia um, bevor du das Foto machst.
  • Halte das Handy gerade über das Dia, schalte den Blitz aus und tipp aufs Bild, um scharfzustellen. Stellt die Kamera so nah nicht scharf, geh etwas zurück und schneide das Foto danach zu.

Der Scan-Modus in der Ohhi-App

Der Scan-Modus in der Ohhi-App ist für Papierabzüge gemacht, aber du kannst ihn auch für Dias nutzen. Im Plus-Menü wählst du 'Alte Fotos scannen'. Der Blitz bleibt dann aus, eine Wasserwaage im Bild zeigt, ob du das Handy flach hältst, und die Kamera bleibt offen, sodass du ein ganzes Magazin am Stück schaffst. Die Randerkennung ist auf einen Abzug auf dem Tisch abgestimmt. Bei einem Dia auf einer Lichtquelle findet sie nicht immer den richtigen Rahmen; schneide das Bild dann im Bearbeitungsbildschirm selbst zu, bis nur noch das Foto übrig ist.

Im selben Bearbeitungsbildschirm gibt es eine Datumsschaltfläche. Auf vielen Diarähmchen sind Monat und Jahr aufgedruckt. Trag das ein, dann steht das Dia in deiner Bibliothek bei 1978 und nicht bei dem Tag, an dem du es digitalisiert hast. Manche Dias sind im Lauf der Jahre rot oder lila verfärbt; mit den Reglern für Wärme und Sättigung nimmst du einen Teil dieses Farbstichs heraus.

Auf dem Rähmchen steht meist der Monat, in dem der Film entwickelt wurde. Die Fotos selbst sind oft ein paar Wochen früher entstanden.

Was auf dem Rähmchen steht

Neben dem Datum steht oft etwas Handschriftliches darauf: ein Ort, ein Name, eine Nummer. Übertrag das, bevor die Dias zurück in die Kiste kommen. In Ohhi schreibst du es in die Bildunterschrift des Fotos. Einen Ort trägst du nachträglich selbst in den Fotodetails ein, und das Dia erscheint dann auf der Karte zwischen deinen anderen Fotos von diesem Ort.

Gemeinsam mit der Familie

Eine Kiste Dias gehört meist der ganzen Familie. Leg die digitalen Fassungen in einen Ordner, etwa einen pro Magazin oder pro Jahr, und lade Geschwister und Eltern ein, mitzuschauen. Wer dabei war, weiß oft noch, wo ein Foto entstanden ist oder wer neben Opa steht, und schreibt das in einen Kommentar. Wie du einen Ordner teilst, steht in ein Album mit der Familie teilen.

Liegen in derselben Kiste auch Abzüge, funktioniert der Scan-Modus dafür wie vorgesehen; mehr dazu in alte Fotos mit dem Handy scannen. Hast du noch kein Ohhi, kannst du kostenlos ein Konto anlegen und mit dem ersten Magazin anfangen.

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