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Alte Fotos mit dem Handy scannen

Eine Kiste Abzüge zu digitalisieren braucht keinen Scanner. Wir erklären, was schiefgeht, wenn du ein Foto von einem Foto machst, und wie der Scan-Modus in der App das löst.

Illustration eines schräg liegenden Fotoabzugs im Kamerabild, daneben dasselbe Foto geradegerückt und mit der Jahreszahl 1987

Symbolbild · die App erkennt die Ränder des Abzugs und rückt das Bild gerade

In vielen Familien liegt so etwas auf dem Dachboden: ein Schuhkarton mit Abzügen, ein paar Fotoalben, ein Umschlag vom Fotogeschäft. Diese Fotos gibt es nur einmal, und Papier vergilbt. Ein Flachbettscanner ist am genauesten, aber die meisten Menschen haben keinen, und eine Kiste mit dreihundert Abzügen durchzuarbeiten kostet ein paar Abende. Die Kamera im Telefon ist inzwischen gut genug, um den größten Teil dieser Arbeit zu übernehmen.

Ein Foto von einem Foto ist noch kein Scan

Wer einen Abzug schnell abfotografiert, behält meist drei Probleme. Der Blitz spiegelt auf glänzendem Papier und brennt einen weißen Fleck in die Mitte. Das Telefon hängt schräg über dem Tisch, wodurch aus dem Rechteck ein Trapez wird und die Ränder nicht mehr stimmen. Und die neue Datei bekommt das heutige Datum, also landet ein Foto von 1987 ganz oben in deiner Zeitleiste, zwischen den Bildern von letzter Woche.

Was du selbst tun kannst

  • Schalte den Blitz aus und stell dich ans Fenster. Tageslicht von der Seite spiegelt nicht.
  • Nimm den Abzug aus dem Rahmen oder dem Album. Glas und Klarsichthüllen spiegeln immer.
  • Leg das Foto flach auf einen einfarbigen, dunklen Untergrund. Der Kontrast zum hellen Papier hält die Ränder gut sichtbar.
  • Halte das Telefon parallel zum Tisch, direkt über der Mitte des Abzugs.
  • Geh nah genug heran, dass der Abzug das Bild ausfüllt, und nutze keinen digitalen Zoom.

Der Scan-Modus in der Ohhi-App

Die App hat für genau diese Arbeit einen eigenen Modus. Du öffnest das Plus-Menü und wählst 'Altes Foto scannen'. Die Kamera sucht laufend nach den Rändern des Abzugs und zeichnet sie ein, sodass du siehst, ob das ganze Foto im Rahmen liegt. Der Blitz geht von allein aus, und über dem Bild liegt ein Raster mit einer Wasserwaage: solange die Blase in der Mitte bleibt, hältst du das Telefon flach über dem Tisch und der Abzug bleibt unverzerrt.

Nach der Aufnahme rückt die App das Bild anhand der vier erkannten Ecken gerade, sodass auch eine schiefe Aufnahme ein rechteckiges Foto ergibt. Im Bearbeitungsbildschirm gibt es eine Datumsschaltfläche, wo du einträgst, wann der Abzug ursprünglich entstanden ist. Dieses Datum geht in die Fotodatei, sodass der Scan in deiner Bibliothek bei 1987 steht und nicht bei heute.

Ein Scan bekommt keinen Ort mit. Wo du heute sitzt, sagt nichts darüber, wo der Abzug damals entstanden ist.

Was danach damit passiert

Ansonsten ist ein Scan ein ganz normales Foto in deiner Bibliothek: Du legst ihn in einen Ordner, teilst ihn mit der Familie oder hängst ihn an das Album einer Reise. Wenn du eine ganze Kiste am Stück durcharbeitest, hilft es, vorher zu überlegen, wie du das Ganze ordnest. Darüber haben wir schon geschrieben in zwanzig Jahre Familienfotos in Ordnung bringen.

Was einem Scan fehlt, sind die Ortsdaten, die moderne Telefone in jede Fotodatei schreiben. Was sonst noch darin steckt und wie du es ausliest, haben wir in wo wurde dieses Foto aufgenommen erklärt.

Wo es funktioniert

Der Scan-Modus steckt in der Ohhi-App für das iPhone. Die Android-App bekommt denselben Modus in einer kommenden Aktualisierung; bis dahin lädst du einen Scan hoch wie jedes andere Foto. Im Browser funktioniert das Hochladen ebenfalls, nur ohne die Randerkennung. Hast du noch kein Ohhi, dann leg ein Konto an; kostenlos starten geht immer.

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