Babyfotos privat mit Oma und Opa teilen
In den ersten Monaten machst du Hunderte Fotos, und die Großeltern wollen sie alle sehen. Hier steht, wie du das ohne öffentliches Profil regelst und was du vorher prüfst.

Symbolbild · ein Album, nur für die Menschen, die du einlädst
In den ersten Monaten nach einer Geburt machst du mehr Fotos als im ganzen Jahr davor. Oma und Opa wollen sie alle sehen, gerade wenn sie nicht um die Ecke wohnen. Der einfachste Weg ist die Gruppenchat oder ein Beitrag in sozialen Medien, und genau dabei hast du am wenigsten in der Hand: wer die Fotos bekommt, was damit passiert und wie lange sie auffindbar bleiben.
Was Oma und Opa brauchen
Beim Teilen von Babyfotos liegt die Aufmerksamkeit meist beim Absender, dabei entscheidet der Empfänger, ob es funktioniert. Großeltern, die nicht täglich mit Apps umgehen, brauchen etwas anderes als wir: nichts installieren müssen, die Fotos groß genug sehen und sie ein halbes Jahr später wiederfinden, ohne durch einen Chat zu scrollen.
Bei Ohhi geht das auf zwei Wegen. Lädst du jemanden namentlich zu einem Album ein, bekommt diese Person ein eigenes Konto und eine Nachricht, sobald neue Fotos dazukommen. Willst du Oma und Opa das ersparen, machst du aus dem Ordner einen Teil-Link. Der öffnet sich im Browser, ohne Konto und ohne App, auch auf einem Tablet. Herunterladen und Originale gehören nicht dazu, und du kannst den Link jederzeit zurückziehen oder erneuern.
Was du vorher prüfst
- Wer kommt später hinein? Bei einer namentlichen Einladung weißt du genau, wer mitschaut. Ein Teil-Link steht jedem offen, der ihn weitergereicht bekommt, also verschicke ihn pro Person statt an eine Gruppe.
- Weiterleiten. Ein Foto, das du als einzelne Datei verschickst, kann danach überall landen. Was in einem Album liegt, entfernst du auf einmal für alle, die es sehen konnten.
- In der Datei steckt mehr als das Bild. Zu Hause aufgenommene Fotos tragen meist den Aufnahmeort mit sich, und das ist deine eigene Adresse. Verschickst du einzelne Dateien per Mail, entferne diese Daten vorher mit dem kostenlosen Tool EXIF-Daten entfernen.
- Wie lange es liegen bleibt. In einem Chat rutschen Fotos von selbst aus dem Blick, und mit einem neuen Telefon sind sie weg. Ein Album bleibt, solange du es behältst.
Chat-Apps verkleinern Fotos beim Versenden. Was Oma und Opa aufbewahren, ist eine Kopie von ein paar hundert Kilobyte, während das Original auf deinem Telefon ein paar Megabyte groß ist.
So machen wir es selbst
Wir nutzen Ohhi in unserer eigenen Familie, und der Aufbau, der bei uns am besten funktioniert, ist schlicht. Es gibt ein durchlaufendes Album für die Kleine, in das jede Woche eine Handvoll Fotos wandert, dazu ein Album pro Anlass: ein Geburtstag, ein Urlaub, der erste Schultag. Die Großeltern sind in diesem durchlaufenden Album, damit sie von neuen Fotos hören, ohne zu fragen.
Dabei hilft, dass die Rollen getrennt sind. Oma und Opa schauen mit und reagieren, ein Mit-Elternteil oder die Betreuung fügt eigene Fotos hinzu. Wie diese Rollen funktionieren, steht in geteilte Alben mit Rollen und Reaktionen.
So richtest du es ein
- Lege ein kostenloses Konto an. Du startest mit 1 GB Speicher, genug um zu sehen, ob dir der Aufbau zusagt.
- Bleib bei einem Album für das Baby. Ein neues Album pro Monat wird von allein unübersichtlich, auch für die Mitschauenden.
- Lade die Großeltern als Betrachter ein. Sie sehen alles und können reagieren, ändern aber nichts am Album.
- Funktioniert ein Konto für sie nicht, teile den Ordner mit einem Link und lege ihn bei ihnen als Lesezeichen ab.
- Stell die Fotos der vergangenen Monate gleich mit hinein, damit es beim ersten Blick etwas zu sehen gibt.
So bleiben die Fotos bei den Menschen, für die sie gedacht sind, ohne öffentliches Profil und ohne in einem Chat zu verschwinden. Die größere Abwägung steht in Fotos deiner Kinder nur mit den Menschen teilen, die du auswählst. Und bleibt der Gruppenchat trotzdem der Ort, an dem alles ankommt, hilft Familienfotos ohne Gruppenchat teilen.

